Unsere Wohnstätte ist eine vollstationäre Einrichtung, im Sinne §§ 53,54 SGB XII, für Menschen, die nicht, noch nicht oder nicht mehr in der Lage sind, ohne fremde Hilfe ihren Lebensalltag zu bewältigen und die Begleitung, Betreuung, Förderung und Pflege in einer Wohnstätte benötigen oder wünschen. Sie bietet erwachsenen Menschen mit geistiger oder Mehrfachbehinderung unabhängig von Art, Umfang und Schwere der Behinderung, sowie des Lebensalters ein Zuhause.

  • Bis zu 24 Menschen können in 2 Wohngruppen und 2 Trainingswohneinheiten Ihr Leben gestalten.
  • Unsere Zimmer sind überwiegend Einzelzimmer mit eigener, meist behindertengerechten Sanitäreinheit. Weiterhin gibt es ein zentrales, behindertengerechtes Pflegebad.
  • Jeder Wohnbereich ist mit einem Wohnzimmer und mit einer großen kombinierten Küche mit Essbereich ausgestattet.
  • Der persönliche Wohnraum kann nach eigenen Vorstellungen eingerichtet und gestaltet werden.
  • Fast alle Bewohner der Wohnstätte besuchen eine Form der Werkstatt für behinderte Menschen.
  • Für altgewordenen Menschen mit Behinderungen gibt in einer Wohngruppe eine Tagesstruktur.

Ziele und Inhalte der Arbeit in der Wohnstätte ist die Weiterentwicklung und Erhaltung der Selbständigkeit des Lebensalltages.

  • Alle Bewohner werden ständig zu individuellen Lebensgestaltung motiviert. Dabei werden sie von Heilerziehungspflegern, Heilpädagogen, Ergotherapeuten, Krankenpflegern und geschulten hauswirtschaftlichen Zusatzkräften unterstützt.
  • Jede Wohngruppe versorgt und verpflegt sich weitgehend selbst. Dazu gehören das Einkaufen, das Zubereiten von Mahlzeiten, die Pflege der Wäsche und das Reinigen der eigenen Zimmer.
  • Die betreuten Bewohner beteiligen sich entsprechend ihrer Fähigkeiten selbst und werden von Mitarbeitern begleitet und unterstützt.
  • Andere, alltägliche Dinge wie Arztbesuche oder Termine, können selbständig oder mit Begleitung durchgeführt werden.
  • Der Rückzug in die Privatsphäre ist jederzeit möglich.
  • In der Wohnstätte wird enger Kontakt mit Familienangehörigen gepflegt und unterstützt.
  • Bei der Gestaltung der individuellen Freizeit werden alle Bewohner unterstützt ebenso werden gemeinsame Unternehmungen geplant und durchgeführt. Dazu gehören Wanderungen in Nah und Fern, Sport und Spiel, Kinobesuche oder Konzertveranstaltungen, genauso wie gemeinsame Urlaubsfahrten.
    Geburtstage, Jubiläen sowie die Jahresfeste werden gemeinsam gefeiert.

  

Das Trainingswohnen

Der Bereich des Trainingswohnens ist in der Wohngruppe der jungen Erwachsenen angegliedert.
Die Trainingswohnung befindet sich im Erdgeschoss des Hauses und besitzt neben einem
Wohn – Schlafraum eine kleine Küche und einem Sanitärbereich mit eigener Waschmaschine.
Der Bereich des Trainingswohnens arbeitet als pädagogisch konzipierter Bereich, der erwachsene Menschen mit einer Behinderung beim Erwerb größtmöglicher Selbständigkeit unterstützt und sich dabei an den Leitzielen sonderpädagogischen Handelns, Selbstbestimmung, Teilhabe und Integration orientiert.

Die Tagesstruktur für altgewordene Menschen mit Behinderungen

Das Alter und die damit verbundenen Schwächen oder auch Demenz dürfen kein Anlass sein, in unseren Bemühungen um das Wohlergehen aller Bewohner nachzulassen. Es verpflichtet uns, über neue Wege und Möglichkeiten nachzudenken.
Die Tagesstruktur ist in eine Gruppe eines Wohnbereiches eingefügt.
Sie bietet nach dem Austritt aus dem Arbeitsleben weiterhin Geborgenheit und Gemeinschaft in einer Umgebung, in der bereits viele Jahre der Lebensmittelpunkt stand.
Hier ist unsere Arbeit geprägt von Akzeptanz und Verständnis gegenüber den Fertigkeiten, Fähigkeiten und Wünschen der Bewohner und Bewohnerinnen.
Entscheidungen über den Ablauf des täglichen Lebens können weitgehend selbst getroffen werden. Neben Freizeit und hauswirtschaftlichen Tätigkeiten werden hauptsächlich Angebote wahrgenommen, die dem körperlichen, psychischen und sozialen Wohlbefinden dienen.
Viele Fähigkeiten und Fertigkeiten sollen erhalten bleiben und sollen dem altersbedingten Abbau entgegenwirken.
Ziel ist es, den Betreuten so lange es geht, die selbstbestimmte Teilhabe am gemeinschaftlichen und gesellschaftlichen Leben zu erhalten.